Die 5 größten Irrtümer der Kindererziehung

Eltern haben es nicht leicht, vor allem wenn sie zum ersten Mal ein Kind erziehen. Leider hilft das Internet in diesem Fall nicht immer weiter, denn viele gut gemeinte Ratschläge und Methoden, die in der Theorie logisch klingen, gehen in der Praxis nach Hinten los.

CareDriver machte sich auf die Suche und fand 5 der größten Irrtümer der Kindererziehung.

Unsere Ergebnisse finden Sie hier:

Die 5 größten Irrtümer der Kindererziehung

Irrtum 1: Fernsehen schadet dem Kind nicht

Thomas Feibel ist Experte für Kindermedien. Im Interview mit der Süddeutschen Zeitung sprach er Ende 2016 über das zwiespältige Verhältnis zum Medium Fernsehen.

Sein Vorschlag: eine zuvor festgelegte Bildschirmzeit für jedes Kind.

Eltern [sollten] heute eher auf die Zeit achten, die […] die Kinder vor Bildschirmen verbringen. Dann kann ein über Achtjähriger selbst entscheiden, wie er zum Beispiel eine Stunde Bildschirmzeit einteilt: Wenn er länger am Computer hängenbleibt, reicht das Kontingent vielleicht nicht mehr für die Lieblingssendung. Das gibt Kindern Raum, auch mal geistig zur Ruhe zu kommen – etwas, das vor dem Bildschirm nicht möglich ist.

Irrtum 2: Wenn-Dann Drohungen erhöhen die Motivation

Petra Buchwald ist Bildungsforscherin. Sie erklärte im Interview mit der SZ, wie Eltern ihr Kind motivieren können.

Wer zum Beispiel mit einer Wenn-dann-Drohung Gehorsam einfordert, wird noch mehr Revolte auslösen: “Wenn du nicht pünktlich da bist, dann kannst du das Ausgehen in den nächsten Wochen abschreiben!” Ganz anders wirkt es positiv formuliert: “Wenn du es hinbekommst, pünktlich da zu sein, habe ich kein Problem mit den nächsten Partys.” Da sagt man inhaltlich fast dasselbe, aber mit einer ganz anderen Wirkung: Dieser Satz motiviert statt zu frustrieren.

Leider wissen Eltern häufig nur sehr wenig über gelungene Kommunikation mit Ihren Kindern. Eine gute Faustregel ist diese: wie würden Sie es finden, wenn jemand so mit Ihnen reden würde, wie Sie es mit Ihrem Kind tun?

Irrtum 3: Kinder müssen immer aufräumen

“Kinder lieben das Chaos.”

Sagt Psychologe Markus Schaer. Warum das Kommando ‘Räum endlich auf!” und ähnliche Floskeln wenig zielführend sind, verriet er im Interview mit Katja Schnitzer von der Süddeutschen Zeitung.

“Selbstbestimmung ist ein Schlüsselwort. Je mehr die Kinder mitentscheiden können, was in ihrem Zimmer wo “wohnen” darf, desto eher merken sie sich das. Mit Farben und Bildern kann man die Kisten und Schubläden zusätzlich kennzeichnen. Zu viel Spielzeug im Zimmer und übervolle Kisten erschweren es, eine Grundordnung aufrecht zu erhalten. Außerdem ist es wichtig, wann und wie sehr die Kinder aufräumen müssen: Haben sie zum Beispiel einen tollen Zoo mit Tieren aufgestellt, dürfen sie ihn beim Aufräumen stehenlassen. Kinder fühlen sich dadurch gesehen in ihren Kompetenzen und Bedürfnissen, das Aufräumen ist weniger negativ besetzt.”

Irrtum 4: Eine Ohrfeige hat noch keinem Kind geschadet

Der Focus berichtete in einer Sonderedition über Ohrfeigen oder andere körperliche Gewalt in der Erziehung.

“Eine Studie eines internationalen Forscherteams hat 2010 ergeben, dass weltweit immer noch die Prügelstrafe in Familien an der Tagesordnung ist. […] In Deutschland rutscht laut einer Forsa-Umfrage, die im Auftrag der Zeitschrift Eltern durchgeführt wurde, 40 Prozent der Eltern die Hand aus. Sie bestrafen ihr Kind nach eigener Aussage mit einem “Klaps auf den Po”. Etwa elf Prozent gaben zu, ihrem Kind eine Ohrfeige gegeben zu haben. Allerdings schlagen Eltern heute nicht aus Überzeugung zu, wie die Ergebnisse der Studie zeigen, sondern aus Überforderung.”

Und weiter:


“Dennoch warnen Psychologen und Pädagogen vor den  Auswirkungen auf die Kinderseele. Schläge demütigen, erniedrigen und rauben dem Kind sein Selbstbewusstsein. Außerdem sei die Gefahr groß, dass jemand, der als Kind Gewalt von seinen Eltern erfahren hat, als Erwachsener später auch mal seinen Kindern eine Ohrfeige gibt.”

Irrtum 5: Ein Löffelchen für Mami…

Der Kölner Stadtanzeiger schreibt nach einem Interview mit dem Kinderpsychologen Wolfgang Bergmann über die alte Binsenweisheit:

“Problematische Essgewohnheiten entstehen paradoxerweise meist nur, wenn sich Eltern mit der Ernährung ihrer Kinder übertriebene Mühe machen. Wer auf Mäkeleien zu sehr eingeht, tagtäglich Extrawürste brät und Spatzenesser mit Tricks zum Essen überlistet, brockt sich einen Machtkampf ein, der Eltern auf den Magen schlägt und Kindern den Appetit verdirbt. Die Eltern entscheiden, was sie ihrem Kind wann und wie anbieten. Ob und wie viel es davon essen will, bestimmt hingegen allein das Kind.”

Die beste Betreuung für Ihr Kind

Natürlich finden auch wir, dass Sie als Eltern die besten Erzieher und Betreuer für Ihre Kinder sind. Sollten Sie nicht ausreichend Zeit für Ihre Kinder haben, so empfehlen wir Ihnen, Ihre Lebensumstände an der Wurzel zu ändern. Kinder sollten die höchste Priorität haben. Auch wenn Sie viel Geld verdienen, glücklicher werden Ihre Kinder dadurch nicht.

Sollten Sie kurzfristig einen qualifizierten Fahrer oder Betreuer brauchen, dann testen Sie CareDriver.

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