Die Probleme einer Familie in 2017

5 Gründe zum Nachdenken

Immer mehr Mütter und Väter kommen an ihre Grenzen. Depressionen, Panikattacken und Burn-Out sind auf dem Vormarsch. Das sind die psychologischen Auswirkungen der Doppelbelastung aus Karriere und Familie. Dies trifft vor allem junge Paare zwischen 30 und 45 Jahren.

Zur Verschärfung der Krise führen wir selbst: veraltete Rollenbilder, Revierverhalten zu Hause und eine fehlende Wertschätzung für Menschen, die zu Hause Pflegearbeit leisten. Das alles sind Gründe für die negative Entwicklung.

Die Soziologin Dr. Karin Jurczyk, Leiterin der Abteilung für Familie und Familienpolitik am Deutschen Jugendinstitut, erklärt, warum Eltern heute so erschöpft sind und bietet Lösungen, um Familie und Job unter einen Hut zu bringen.

1. Menschen, die zu Hause Pflegearbeit leisten, erfahren kaum Anerkennung

Auch noch heute werden Menschen belächelt, die zu Hause bleiben, um die Eltern zu pflegen oder sich in Vollzeit um die Kinder zu kümmern. Dabei leisten diese Menschen eine unglaublich wichtige Arbeit. Doch unsere Gesellschaft scheint nur solche Arbeit zu belohnen, die monetären Profit einbringt–Banker, Anwälte und Berater verdienen unverhältnismäßig mehr, als Krankenpfleger, Kindergärtner und Lehrer.

2. Lückenlose Lebensläufe sind noch immer das Maß der Dinge

Arbeitgeber erwarten noch immer einen lückenlosen Lebenslauf. Wer sich eine Auszeit nimmt, kommt häufig in Erklärungsnot. Dabei kann man im Ausland wertvolle interkulturelle Erfahrung sammeln, oder die durch die Pflege der Kinder oder Eltern persönlich unglaublich wachsen und den eigenen Horizont erweitern.

Wir sehen eine Lücke im Lebenslauf eher als ein Qualitätsmerkmal, anstatt eines Fehlers.

3. Frauen nehmen durch Auszeiten und Teilzeit erhebliche Einbußen in Kauf

Frauen, die eine längere Auszeit nehmen, haben es schwerer, Karriere zu machen. Außerdem führen diese Auszeiten oft zu finanziellen Einbußen im Alter, sodass Frauen finanziell von ihren Ehemänner abhängig bleiben.

Dr. Jurczyk schlägt ein Modell vor, indem Familien Anspruch auf ein Pflegezeit-Konto von zwischen fünf und acht Jahren haben, um sich vollkommen auf die gesunde Erziehung der Kinder kümmern zu können, ohne Gefahr zu laufen, auszubrennen.

Noch ist das Modell nur ein Entwurf. Jedoch könnte es zum Beispiel aus öffentlichen Mitteln finanziert werden.

4. Väter, die Zeit mit der Familie einfordern, stoßen im Job auf Widerstand

Väter, die Zeit mit den Kindern einfordern, werden im Job häufig belächelt. Viele Chefs stellen sich noch immer Quer und wenden Druck auf den Arbeitnehmer an, wenn er nach einer Auszeit fragt.

Männer, die sich trotzdem für eine Kinderpause entscheiden, wählen laut der Informationen der FAZ in 4/5 aller Fälle die Mindestbezugszeit von 2 Monaten. Im Vergleich: 90% der Mütter entscheiden sich für die Maximaldauer von 12 Monaten.

5. Mütter, die zu Hause bleiben, werden belächelt

Noch immer werden Frauen, die zu Hause bleiben, als Heimchen am Herd belächelt. Anstatt diesen Frauen zu applaudieren, übt unsere Gesellschaft Druck auf sie aus: „Machst Du Dir keine Sorgen um die Zukunft?“ oder „Mach doch was vernünftiges aus Deinem Leben!“

Wir als Gesellschaft müssen lernen, dass es keine wichtigere Aufgabe gibt, als die Erziehung von Kindern. Unsere Kinder brauchen Liebe, Anerkennung und ständige Zuwendung, denn mit Geld alleine können sie nicht wachsen.

Was können wir tun?

Wir können uns ganz klar über unsere Prioritäten im Leben bewusst werden. Ist der zusätzliche Stress und das extra Gehalt es wirklich wert, weniger Zeit mit der Familie zu verbringen? Oder können wir nicht auch mit weniger Einkommen ein entspanntes Leben führen und für unsere Liebsten da sein?

In den meisten Fällen würde das ohne Probleme funktionieren.

Sollten Sie kurzfristig Hilfe beim Transport oder der Betreuung Ihrer Kinder benötigen, weil Sie mal wieder im Meeting stecken, dann testen Sie doch unseren CareDriver Service. Wir bringen die Kids zum Sport oder holen Sie von der Schule ab und können obendrein noch Babysittern oder bei den Hausaufgaben helfen.

Wir schenken allen neuen Kunden 20 Euro, um den Service zu testen.

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