An der Isar entlang in die Ferien

Normalerweise wird Tobias von seiner Mutter von der Schule abgeholt. Doch jetzt, kurz vor den Ferien, gibt es ein Problem: Tobias hat oft früher Schulschluss. Seine Mutter dagegen, die beim Patentamt arbeitet, kann  nicht einfach früher gehen.

Als sie mit befreundeten Müttern darüber spricht, erfährt sie von Care Driver Companion und ist sofort angetan:

Der Weg von der Schule beträgt etwas mehr als 2,5 km – zu Fuß genau die Stunde Zeit, die ihr fehlt.
Sie bucht gleich für den nächsten Tag Care Prof Marcel.

Für diesen Blog hat er seine Erlebnisse festgehalten.

An der Isar entlang in die Ferien 

1 Empfang im Regen

Ich warte vor dem Schultor, als mir mit anderen Kindern zusammen ein schlecht gelaunter Tobias entgegenkommt. “Hi Tobias! Was ist denn los?” “Es regnet. Die ganze Zeit!”, beklagt er sich. Da hat er Recht, aber da müssen wir jetzt durch.

Wir ziehen die Kapuzen auf und stapfen los.

2 Eine plötzliche Abkürzung

Schon nach ein paar Metern hält Tobias inne. Er drückt mir mit den Worten “Halt mal kurz” seinen Schulranzen in die Hand und biegt nach rechts vom Weg ab. Bis ich hinterher komme, ist er schon fast den ganzen Hang hinunter gerannt. Er wartet lachend auf mich und meint nur: “Haha, ausgetrickst!”

3 Das Pegelhaus

Wir gehen eine Weile wieder auf dem wirklichen Weg weiter und kommen schließlich an die Isar. Dort entdeckt Tobias sofort etwas: „Schau mal, ein buntes Haus!“ Als wir näherkommen, erkläre ich: „Das ist ein Pegelhaus, hier wird gemessen, wie viel Wasser gerade in der Isar fließt. Und das ist noch gar nicht lange mit so tollen bunten Mustern, das hat der Künstler Philipp Frank erst vor ein paar Jahren gemacht.

4 Besuch bei Familie Baum

Wir sind noch keine zwei Minuten weitergegangen, da bleibt Tobias wieder stehen. „Ich glaub, die haben sich gern“, vermutet er und deutet auf eine sehr eng stehende Baumgruppe. „Ja stimmt“, erwidere ich und fange an zu überlegen, „vielleicht hat ja heute jemand Geburtstag bei Familie Baum? Wir können ja die alte Sumpfhexe fragen.“

5 Der Hexenweiher

Ich deute auf einen Weiher in einiger Entfernung. “Glaubst du echt, da wohnt eine?” Tobias schaut mich entgeistert an. “Naja wer weiß… Ich wäre auf jeden Fall vorsichtig, am liebsten frisst sie nämlich kleine Jungs.” Prüfend werde ich von Tobias gemustert. Schließlich muss ich doch lachen: “Ok, du hast mich, alles nur ausgedacht, ich geb`s ja zu!”

Der Hexenweiher

6 Gefährliches Graffiti

Beim Friedensengel führt der Weg durch einen Tunnel unter der Straße hindurch. Schon von Weitem sehen wir, dass er komplett mit Graffiti bedeckt ist. Tobias rennt aufgeregt vor. Plötzlich höre ich einen spitzes “Iiih”. Ich komme hinterher und sehe Tobias, wie er mit verzerrtem Gesicht in der Mitte des Tunnels steht. Was denn los sei, frage ich. “Spinnen”, antwortet er, “überall an der Wand!” Tja, denen gefällt das Graffiti wohl auch ziemlich gut.

Kunst im Tunnel

7 Die große Mauer

Kurz nach dem Tunnel fängt Tobias plötzlich an zu murmeln: “ Eeerbaut im… J.. Jaaahre 1893. Was heißt das?” “Damit ist die Mauer gemeint, auf der das steht”, erkläre ich, “das ist ein Hochwasserschutz, damit soll verhindert werden, dass die Stadt überschwemmt wird, wenn die Isar mal wieder wild wird und Hochwasser hat.” “Aaaaahhh”, höre ich es neben mir.

8 Das Geräuschehaus

Eine Zeit lang passiert nichts, der Weg geht gerade an der Isar entlang und wir hören unsere Schuhe im Kies knirschen. Dafür scheint inzwischen wieder die Sonne. Vor einem großen Gebäude bleiben wir stehen. “Das ist ein sogenanntes Laufwasser Kraftwerk. Hier wird die Kraft, die in der Isar steckt, benutzt, um Strom zu erzeugen. Vielleicht sogar für euer Haus. Hörst du, wie es rauscht und kracht da drinnen?” “Ja… was ist das?” “ Das ist das Wasser! Hört sich ganz schön gefährlich an, oder?” “mhmm”

9 Die wilde Isar

Vor der Maximiliansbrücke bietet sich uns ein beeindruckendes Spektakel: Unmengen an Wasser wälzen sich über die Stufe in der Isar und überschwemmen die Fischbrücke. Gischt, Wellen und Strudel bestimmen die braune Hochwasserbrühe. Tobias stellt sich mit offenem Mund und großen Augen an den Zaun. “Ich glaube, ich weiß jetzt, warum die Mauer für die Isar gebaut wurde!”, stellt er staunend fest.

Die wilde Isar

10 Das Wehr

Wir biegen auf einen kleinen Steg ab, der den Auer Mühlbach und die Isar trennt.

Tobias gefällt der Weg, der sich eng und kurvig, umgeben von Wasser dort entlang schlängelt. Bei einem Wehr muss ich wieder erklären: “Das ist wie ein Staudamm, den man auf- und zumachen kann. So fließt immer so viel Wasser durch, wie man möchte, und es kommt nicht so leicht zu Überschwemmungen.”

11 Nochmal Messungen

Inzwischen sind wir über den Kabelsteg auf die Praterinsel gelangt. An der Ecke zum Wehrsteg entdecken wir noch ein Pegelhaus. “Schau mal Tobias, hier ist sogar eine Tafel, wo man lesen kann, was hier gemessen wird!” “Temperatur 14° Celsius.. Oh, da will ich aber nicht drin schwimmen!”, meint Simon. Nein, ganz bestimmt nicht.

12 Mutige Enten

Kurz vor Ende des Stegs macht mich Tobias noch auf eine Gruppe Enten aufmerksam. “Die sind aber mutig”, findet er, “die sitzen auf der kleinen Insel und putzen sich, dabei werden sie doch fast überschwemmt!” “Stimmt. Aber für die ist das ja nicht so schlimm, notfalls lassen sie sich einfach vom Wasser mittragen.”

13 Mama, weißt du was?

Nachdem wir die Ludwigsbrücke überquert haben, kommen wir schließlich am Patentamt an. Tobias Mutter wartet schon davor. Er rennt freudig auf sie zu und fragt: “Mama, Mama, weißt du eigentlich wie stark Wasser ist?” “Ziemlich stark! Wie war`s?” “Super”, schnauft Tobias.

So ging es mir auch!

Ich verabschiede mich und freue mich schon darauf, dass die Schule wieder anfängt.

Schicken auch Sie Ihre Kinder auf eine Entdeckungsreise quer durch München

CareDriver macht’s möglich. Buchen Sie jetzt einen CareProf per App, Hotline, Facebook oder WhatsApp. 

Laden Sie jetzt die App herunter!

Laden im App Store Jetzt bei Google Play